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Mittlerweile ist meine Planung für die
Motorradtage abgeschlossen! KARTENÜBERSICHT Allerdings ist es mir nicht
gelungen für alle Etappen den HWY NR. 1 zu umgehen, wir
werden also zeitweilig immer mal ein paar Kilometer auf
der ziemlich langweiligen Straße verbringen müssen. Als
zwei Wochen vor unser Abreise immer noch kein Fax aus Mendooran da ist, bitte ich Mark in dem Hotel anzurufen,
und von ihm kommt postwendend die Antwort; aufgrund
einer Pferdeseuche (Pferdehusten?) sind alle
Pferdetransporte in New South Wales verboten! Das heißt,
es finden auch keine Rodeos statt! So ein Mist, ohne
Rodeo brauchen wir auch nicht nach Mendooran, also
wieder die Route abändern! Aber mittlerweile kenne ich
die Gegend schon fast auswendig, und es dauert nicht so
lange, bis ich einen anderen Weg finde.
Sonntag 23.09.07
Endlich, die Zeit der Abreise ist gekommen. Bei
strahlendem Sonnenschein fahren wir per Mietwagen nach
Frankfurt. Bonsais Zug aus Stuttgart hat mal wieder
Verspätung, er trifft erst am Counter ein, als wir die
Flasche Champagner schon fast leer haben, so ist es
halt, wer zu spät kommt ......
Ich freue mich wahnsinnig, als wir endlich den Flieger
„entern“ können. Die Aussicht auf die lange
Flugzeit schreckt mich nicht so sehr, weiß ich doch,
dass ich in spätestens 35 Stunden in Cairns auf dem
Airport stehe! Na ja, und was sind schon 35 Stunden. Ein
bisschen schade ist allerdings, dass die Fernseher und
auch das Radio in der gesamten Sitzreihe nicht
funktionieren, da hilft auch alles meckern beim
Bordpersonal nichts. Aber immerhin gibt es für jeden
einen Gutschein von 50US$ als Entschädigung für nicht
vorhandenes Entertainment.
Nach fast 12 Stunden, gegen 14:00 Ortszeit sehen wir
Hongkong unter uns, zum ersten Mal habe ich einen
Fensterplatz und sehe, wie zugebaut die Stadt ist. Die
extrem schlanken Hochhäuser stehen dicht gedrängt, in
den schmalen Straßenschluchten sind „winzige“ Autos zu
sehen. Und wie schon 2005 regnet es wieder!
Endlose Menschenschlangen am Zoll, obwohl sicher 20
Schalter geöffnet sind, und irgendwann sind wir dann
auch dran. Nur Gerald und "Hasi Cordula" haben Probleme
an der Kontrolle, einer ihr Pässe lässt sich maschinell
nicht einlesen. Da muss dann erst der „Obermann“ kommen,
nur er kann die Daten manuell eingeben. Bevor wir mit
dem Airport Express nach Kowloon fahren, suchen wir die
Gepäckaufbewahrung, es gibt keine Schließfächer, sondern
so wie bei uns früher, einen Aufbewahrungsraum. Am
Computer sitzt eine junge Frau, mit Mundschutz und
Handschuhen, sie zählt unsere Gepäckstücke, macht
Nummern dran, und dann verschwinden unsere Helme und
Rucksäcke in einem der Regale.
Die Zugfahrt dauert etwa 20Minuten, die Hälfte davon
unterirdisch, aber als wir endlich Tageslicht sehen ist
das, was wir sehen, nicht besonders berauschend. Der
Himmel ist grau, und der Regen klatscht an die Scheiben.
Die Fahrt geht direkt an den schmalen Hochhaustürmen
vorbei. - Wohl ein Paradies für "Simsaffen", die
Wohnsilos sind oft sehr nahe aneinander gebaut und in
ihrer Höhe schwindelerregend. Unglaublich, in was für
Betonschluchten wir blicken. Bei dem Regen und dem
diesigen Wetter brauchen wir auch nicht auf den Peak,
schade! Jetzt bin zum dritten Mal in Hongkong und wieder
komme ich nicht auf den Berg, von dem man so einen
grandiosen Ausblick über die Stadt haben soll.
Als wir an der Endstation den Zug verlassen „fallen“ wir
gleich in ein EKZ, mühsam finden wir den Weg zum Hafen.
Überall wird gebuddelt, scheinbar wird ein Teil des
Hafenbeckens trockengelegt, am Ufer wird ein „tolles“
Hotel gebaut. Der kleine alte Uhrenturm am „Central
Pier“ wirkt wie ein Fremdkörper zwischen den
Steinklötzen. Wieder fahren wir mit dem Escalator in die
Oberstadt. Um "Corli" und Anne etwas das Gruseln zu
lehren, schieben wir uns durch die engen Markt-Gassen.
Anne schüttelt sich vor Ekel, als sie einen kleinen Mann
in seiner schmierigen, blutigen Schlachterschürze sieht.
Cordula kann es nicht lassen, sie muss mal eine
Seetangsuppe probieren, aber es war, glaube ich, nicht
wirklich gut! Jedenfalls war der Becher erstaunlich
schnell „leer“.
Gegen 19:00 machen wir uns auf den Rückweg zum Airport,
unser Flug nach Cairns startet zwar erst gegen
Mitternacht, aber der Lärm in Hongkong geht uns allen
irgendwie auf den Nerv. Und dunkel ist es jetzt auch,
und es regnet auch immer noch! Was soll ich über Hong
Kong sonst noch schreiben? Irgendwie faszinierend,
allerdings aber auch befremdlich! Aber wenn ich meine
Erfahrungen aus Vietnam dagegen stelle, ist die Stadt
eigentlich doch nicht so richtig asiatisch.
Die letzten Stunden bis zum Abflug verbringen wir auf
dem Ariport. Anne schreibt die erste Karte an ihre
Lieben, bis wir die Post finden, um eine Briefmarke zu
kaufen, vergehen sicher zwanzig Minuten, das Terminal
ist ca. einen Kilometer lang, habe ich irgendwo gelesen!
Dann können wir endlich einchecken, diesmal
funktionieren die Fernseher, und damit kann ich dann
auch richtig gut schlafen. Für Bonsai werden die
nächsten 11 Stunden zur Tortour, einerseits hat er einen
Gangplatz, aber wenn er seine langen Beine in den Gang
streckt, tritt ihm jeder auf die Füße. Und wenn das
Bordpersonal mit dem Essenwagen durch die Gänge fährt,
knallen sie ihm den auch noch rücksichtslos gegen die
Schulter. Er ist eindeutig zu groß für die
Flugzeugsitze.  |
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HeideN.
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